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Guten Morgen, heute ist der 18.11.2017
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Unsere Kirche



Im Jahr 1898 wurde unsere Gemeinde St. Peter als eine der vielen Töchter der Abtei Hamborn gegründet. Der Grundstein der Kirche wurde 1910 gelegt; der erste Gottesdienst fand dann am 22. Oktober 1911 statt

Die Kirche wurde im gotischen Stil als dreischiffige Hallenkirche erbaut und erweitert sich in der Kreuzform zu 5 Schiffen. Beiderseits der Chorpartie gliedern sich kapellenartige Sakristeien an.

Die Gewölbe, die sich an der Vierung auf 24,50 m Höhe erheben, werden von 12 freistehenden Säulenbündeln getragen.

Über dem Haupteingang erhebt sich der Turm, 9 m im Geviert und 75 m hoch, flankiert von zwei Kapellen.

Die Kapelle links vom Haupteingang ist als Marienkapelle gestaltet.

Die rechte Kapelle beherbergt den Technikraum.

Die rechte Rundkapelle neben dem Chorraum wird als Sakristei genutzt,

die linke Rundkapelle ist als Kinderkirche hergerichtet.

 

 


Unsere denkmalgeschützte Klais-Orgel

 

Die Orgel der katholischen Pfarrkirche St. Peter, Duisburg-Marxloh, wurde im Jahre 1938 unter Leitung von Hans Klais (1890-1965) als Opus 887 erbaut. Sie umfasst die vier Teilwerke Hauptwerk, Schwellwerk, Rückpositiv und Pedal auf elektropneumatischen Kegelladen. Die Disposition enthält 44 klingende Register, abzüglich zwei Transmissionen und einer gemeinsamen Reihe für die Pedalzungen 16’ 8’ 4’. Das Instrument befand sich ursprünglich auf der Empore gegenüber dem Altar. Nach Schäden infolge alliierter Bombenangriffe wurde die Orgel im Jahre 1944 unspielbar. Bei der fachgerechten Beseitigung der Kriegschäden im Jahre 1952 wurde der Zustand des Jahres 1938 wiederhergestellt, so dass das Instrument keine schwerwiegenden Verluste originaler Bestandteile erfuhr. Lediglich die Vox Coelestis 8’ im Schwellwerk wurde gegen eine Oktave 2’ ausgetauscht.

Auf Grund der beengten räumlichen Verhältnisse auf der Empore wurde 1965 das Rückpositiv über dem Schwellwerk angeordnet. Im Zuge der Kirchturmsanierung im Jahre 1973 wurde das Instrument von der Empore in den vorderen Teil des linken Seitenschiffes (Blickrichtung zum Altar) versetzt. Dabei wurde eine aufwendige Sanierung der Orgel durchgeführt. Ein ursprünglich vorhandener separater einmanualiger Spieltisch mit Kalkantenanlage, konzipiert für rein pneumatischen Betrieb von Hauptwerk und Pedalregistern bei Stromausfall, wurde nicht übernommen und ist nicht erhalten. Im übrigen sind die wesentlichen Bestandteile der Orgel aus der Ursprungszeit heute substantiell erhalten.

 

 

 

Die Tatsache, dass gerade in Marxloh eine der größten und wohl auch besten Klais-Orgeln ihrer Zeit erhalten blieb, ist als Glücksfall anzusehen. Neben der Breil-Orgel von St. Paulus, Recklinghausen, erbaut 1930, ist sie das wichtigste Instrument aus der Zeit der frühen Orgelbewegung innerhalb der Grenzen des Regionalverbandes Ruhr. Daher kommt der beschriebenen Klais-Orgel, die eigens für die kath. Kirche St. Peter und Paul in Marxloh gebaut wurde, als Zeugnis der Musik- und Kirchengeschichte des Ruhrgebietes und der Stadt Duisburg eine hohe Bedeutung zu.

 

Einer Orgel dieser Größe, die trotz der ungünstigen Zeitumstände in überdurchschnittlicher Qualität realisiert werden konnte, ist auch eine überregionale Bedeutung beizumessen, denn sie ist ein musikgeschichtliches Zeugnis für die hohe Leistungsfähigkeit des deutschen Orgelbaues unter schwierigen Bedingungen.

 

 

Aus den Ausführungen des Denkmalamtes

 







Fenster

Die Chorfenster von 1957 stellen das Pfingstereignis dar. Der Entwurf stammt von dem Maler Hubert Brower ausgeführt wurden die Arbeiten in den Werkstätten Curt Bernhard in Telgte.

 

Auf der rechten Seite ist ein Fenster mit der Figur des hl. Nikolaus, auf der linken Seite Anna Selbdritt (Mutter Anna mit Maria und dem Kind).

 

Die großen Fenster im Querschiff wurden im Jahr 1961 ebenfalls von der Firma Bernhard in Telgte hergestellt.

Entworfen wurden sie von dem Künstler Manfred Espeter aus Münster.

 

Die Figuren in den Fenstern des rechten Querschiffes stellen dar (links nach rechts):

Hl. Franziskus                       Hl. Norbert

Hl. Heinrich                           Hl. Liborius

Hl. Christopherus                 Hl. Georg

Hl. Ludgerus                         Hl. Augustinus

Hl. Bernhard                         Hl. Hermann-Josef

 

Im linken Seitenschiff (ebenfalls von links nach rechts) sind dargestellt:

Hl. Barbara                            Hl. Katharina

Hl. Dorothea                         Hl. Martha

Hl. Agnes                              Hl. Veronika

Hl. Margarete                        Hl. Anna

Hl. Cäcilia                             Hl. Maria-Goretti

Hl. Petrus

 

Über dem Haupteingang ist ein weiteres Petrusfenster das bei Sonnenschein seine leuchtenden Farben zur Geltung bringt. Die Darstellung bezieht sich auf das Lukasevangelium

„Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.“









Vor der Kriegszerstörung

Hochaltar aus der Klever Schnitzerwerkstatt, entstanden 1910-1912. Bei einem Luftangriff am 14.10.1944 durch eine Luftmine zerstört, die auch Gewölbe, Fenster und Orgel traf. Bei diesem Luftangriff von 9-10 Uhr wurden in Duisburg-Marxloh über 900 Menschen getötet und ca. 2300 verletzt. (Fotos und Angaben durch Norbert Schild, Dinslaken)