Kirche in MarxlohUnsere Gemeinde befindet sich im Duisburger Norden in einem Umfeld, das noch ganz den überkommenen Vorstellungen vom Ruhrgebiet zu entsprechen scheint. Die rauchenden Hochöfen des großen Stahlkonzerns Thyssen-Krupp prägen das äußere Bild dieses Stadtteils. Unverkennbar ist dabei auch, welche gravierenden Auswirkungen der Wandel dieser Ruhrgebietsregion mit sich gebracht hat: Aus dem florierenden Industriestandort ist ein soziales „Sorgenkind“ geworden. Ein Großteil der Bevölkerung von Marxloh und des zur Gemeinde gehörenden Stadtteils Fahrn leidet unter erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Problemen. 38 Prozent der Einwohner stammen aus dem Ausland, davon die große Mehrheit aus der Türkei. Die Kirchengemeinde St. Peter und Paul mit ihren 4500 Mitgliedern lebt daher in einer stark muslimisch geprägten Umgebung. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche entsteht derzeit Deutschlands größte Moschee.
Das Umfeld, in dem sich die Gemeinde befindet, ist zugleich eine große Herausforderung: Die Katholiken in Marxloh bemühen sich daher um eine intensive ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit, um in Kooperation den vielfältigen Problemen des Stadtteils zu begegnen. Neben den klassischen Verbänden, Vereinen und Gruppen prägen soziale Projekte unterschiedlicher Art das Gemeindeleben. Im Jugendhof finden Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien immer wieder einen Ort, an dem sie willkommen sind. Im Schwesternhaus-Café treffen sich mehrmals in der Woche hilfsbedürftige Menschen, um sich bei Kaffee und Broten zu stärken. Und natürlich bietet das Gemeindeleben viele Begegnungsorte für Menschen aller Generationen sowie unterschiedlicher Nationalität oder auch Religiosität. Die Gemeinde will auf diese Weise leben, was sie in ihrem Gemeindeprofil für sich als Anspruch erhoben hat: „Wir wollen offene und einladende Gemeinde sein, engagiert an der Seite der Menschen stehen und ihnen Rückhalt bieten“.
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